6. Tag Jura Waadtland

Der Tag startet mit einem interessanten Frühstück. Klaus, der Hausherr der Pilgerherberge erzählt von Geschichten mit Jakobspilger. Ich kann mich kaum loseisen, so spannend ist das Gespräch. Irgendwann wage ich mich dann hinaus in die Kälte und in die Wolken. Der Regen ist nicht mehr so stark wie am Vortag, meldet sich aber immer wieder zurück. Es gibt etliche Kathedralen und Kirchen zu sehen, viele in einem schmucklosen, calvinistischen Stil. Die meisten haben aber eine Pilgerecke, die meist auch mit ein paar Utensilien und Informationsmaterial ausgestattet sind.

Ab Fribourg wird französisch gesprochen, daran muss ich mich erst gewöhnen. Ich komme durch mehrere Städte mit französischem Flair, muss meinen Kaffee aber meist in den Cafes zu mir nehmen. Das leicht wellige Gelände erinnert mich an meine Heimat. So geht es leicht auf und ab durch den Kanton Vaud, bis mich schliesslich die Stadt Lausanne daran erinnert, das es noch was anderes als Felder, Kühe und Pferde gibt. Hier ist gerade ein Musikfestival im Gange, ich lass mich an der einen oder anderen Stelle auf die gute Stimmung ein, bis ein kräftiger Regenschauer mich wieder weiter treibt.
Auf dem Weg am Genfer See fahr ich von Lausanne nach Morges in strömendem Regen auf der Suche nach einer Unterkunft. Da erhalte ich einen Anruf aus Genf. Leicht fiel mir da die Entscheidung, mich in den Zug zu setzen, die 50km am See entlang auszusparen und in Genf zu übernachten.

Motto: Musik hebt die Stimmung, egal wie das Wetter ist. „I’m singing in the rain“

Fakten: 108km 1241hm Wind meist von West (vorne)

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2 Kommentare

    • Richard on 10. Juli 2014 at 20:29
    • Antworten

    Hallo Reinhold,
    Bist ja schon ganz schön weit gekommen in den paar Tagen – super.
    Hab Sonne im Herzen und ein Lied auf den Lippen, damit kommst du durch jeden Regen…
    In diesem Sinne alles gute und bon camino 🙂
    Lb grüße Richard

    • Clemens on 12. Juli 2014 at 11:11
    • Antworten

    Heeeeeeeeeeeh !!!!!!!!
    Zugfahren gilt nich !!! Das gibt Abzug bei den Pilgerpunkten. Noch mal so was und ich verpetz dich beim Chef in Santiago!
    Griaßle, Clemens

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