Jul 17

14. Tag Mein Weg von Cahors

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In Cahors hab ich Schwierigkeiten einen Weg über die Bahngleise zu finden. Doch irgendwann ist diese Hürde genommen und ich steh nach der schönen Valence Brücke vor dem Jakobsweg, der hier eher wie der Einstieg zu einem Klettersteig aussieht. Ich such mir mit dem Rad einen alternativen Weg, das wird mir heute noch öfter passieren.
Den Berg erstmal genommen, geht es schön durch die Weinberge um Cahors. Langsam wird die Gegend flacher und die Weinberge werden zunehmend durch Sonnenblumenfelder ersetzt. Es ist schön anzuschauen, wie die in der Morgensonne leuchten. Ich such mir meinen eigenen Weg über Montcuq und Mossiac bis Lauzerte. Die Sonne drückt heute unerbärmlich, so nutze ich jede Chance, um an etwas Flüssiges zu kommen.
In Lauzerte gönn ich mir zu Mittag ein Tequilla Bier und werde sogleich von der Müdigkeit übermannt. Zum Glück gibt es hier einen Jardin de Pelerin, einen Garten für die Pilger. Das ist ja wie bestellt, ich leg mich für einen Mittagsschlaf unter einen Baum.
Schlaftrunken mach ich mich geraume Zeit später auf den Weg. Nun gehts ein Stück der Tarn entlang immer schön im Schatten. An einem See auf dem Weg nutze ich die Chance für eine Abkühlung, bevor es wieder in die Natur geht.
Endlos hoch und runter lande ich nach der heissen Nachmittagssonne in Miradoux, bekomme dort aber keine Unterkunft mehr. Zum Glück klappt das dann im nächsten Ort und ich bin von den 118km und den 1804hm heute ganz schön platt.
Motto: Ich geh meinen eigenen Weg, es gibt für unser Leben keine vorgegebenen Wege. Selbst der Jakobsweg ist nur eine Richtschnur.

 

2 Kommentare

    • Kai Lierheimer on 18. Juli 2014 at 22:24
    • Antworten

    Mensch Reinhold, was für ein Ding. Du hast meinen vollen Respekt. OK, hattest Du schon vorher 😉
    Wenn ich die Sonnenblumenfelder sehe, dann würde ich am liebsten meine Bienen dahin fahren.
    Bleib dran.

    Liebe Grüße

    Kai

  1. Liebe Reinhold!

    Du bist echt zu beneiden. Da wo Du gerade radelst waren wir ja auch schon überall – allerdings mit mehr Zeit und mehr Gepäck. Vielleicht verstehst Du jetzt besser, warum wir so gerne in Frankreich radeln. Bin gespannt ob Du in den Pyrenäen auf die Tour de France triffst.

    Schaff’s noch gut

    Suse

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