Jul 21

18. Tag Mit Wind und Regen nach Spanien

Heute ist die legendäre Bergetappe angesagt, erstmal 1000hm stetig bergauf. Es geht ganz gut los, etwas steil aber meist geteert. Ich nehm die normale Wanderroute, nicht die Radstrecke über die Strasse.
Es hat schon die ganze Nacht und am Morgen geregnet, auf dem Weg fängt es an zu nieseln, daraus wird immer mehr starker Regen, dazu noch Kälte und Wind. Das bleibt auch so, bis zum Nachmittag. Irgendwann bin ich patschnass, da hilft nur eins, weiterradln.
Beim Col d‘ Ibagneta lass ich mich durch eine Markierung verleiten und lande irgendwo im Nirgendwo der Pyrenäen, nicht ohne kräftig an Höhe eingebusst zuhaben.
Irgendwann entschliesse ich mich zurückzufahren, eine vernünftige Entscheidung.
Auf dem Weg nach Pamplona wechsle ich immer wieder zwischen Trails und Strasse ab.
Die Trails zu surfen ist einfach schön, einmal treff ich eine Gruppe Spanier, einer schreit Velo, alle stürzen sich in die Hecken. Das wär nicht nötig gewesen. In Pamplona scheint wieder die Sonne, also erstmal alles trockenlegen, waschen, duschen, dann ist das Wetter fast wieder vergessen, trotz der 102km, 2200hm und ein bischen müder Glieder.
Motto:Nach dem Schmerz, der Kälte, dem Ende aller Gedanken, dem Ende aller Gefühle herrscht grenzenlose Freiheit und Ruhe; Tanz der Seele.
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2 Kommentare

    • Rolf Maier on 21. Juli 2014 at 22:59
    • Antworten

    Hallo Reinhold,

    unglaublich, wie schnell Du vorankommst. Bei der Pyrenäenüberquerung habe ich eine eigene Vorstellung von meiner ersten Camino-Tour zu Fuß vor vielen Jahren und weiß, was das bedeutet. Weiter so! Ich bekomme Appetit auf meine Pilgerwanderung auf der Via Lemovicensis durch die Gascogne Anfang August. Bald ist es soweit 🙂 Rolf

  1. Hallo Reinhold, das hast du sehr gut gemacht! Jetzt mal im Ernst, alle Achtung…über die Pyrenäen an einem Tag, das gibts doch gar nicht!! Und das noch quasi zeitgleich mit der Tour de France.
    In Pamplona da war doch was….werden da nicht Stiere durch die Gassen gejagt? Motto: Obacht gäba , längr läba!!
    Grüße an das schöne Baskenland……Aurrera askatasuna erromeria!
    Clemens

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