Mrz 18

2.Tag Irrungen bis Marinhas

Irgendwie sind die Glieder heute ganz nett schwer, ich möchte am Liebsten liegenbleiben. Jedoch es hilft nichts, weiter geht´s, Mit der Morgensonne im Rücken geht es der Küste entlang Richtung Norden. Auf einem Schild lese ich 12,5 km bis Esposende. Eine schöne Etappe für den Vormittag, denke ich mir.

Irgendwann führt der Weg ins Hinterland, an Straßen entlang, Wege durch den Wald mit zum Teil ausladenden Pfützen. Da kommt mir das Gespräch mit dem Portugiesen in den Sinn, der mir sagte, das es die letzten Tage hier sehr viel geregnet hat, untypisch für diese Region.

Ich werde heute aber zum Glück von Regen verschont, während sich weiter im Landesinneren dicke graue Wolken türmen. Ich freue mich über meine Entscheidung, den Küstenweg weiterzugehen. Trotz des Windes hoffe ich hier mehr Sonnenstrahlen abzubekommen.

Aber die Zeit fliegt dahin und ich erreiche erst nach 4 Stunden Esposende. Bin ich heute so schlecht drauf? Ich mache erstmal eine ausgiebige Rast. Erst beim Studieren der Karte stellt sich heraus, das ich schon 20 km zurückgelegt habe. Ich hab mich mit den Gedanken ganz schön selbst heruntergezogen. Ist doch erstaunlich, was unser Denken mit uns macht.

Im nächsten Ort Marinhas erreiche ich eine Herberge. Hier erfahre ich, das die nächste Herberge 20 km weit weg ist, das will ich definitiv heute nicht mehr gehen und so bleibe ich.

Hier bin ich heute auch nicht allein wie im letzten Ort, 2 deutsche Frauen und ein tschechisches Pärchen teilen mit mir die Herberge.

Immer wieder begeistert mich an Portugal die süße Vielfalt in den Konditoreien, ich ernähre mich ganz ungesund hauptsächlich von Cafe und Süßem.

Motto: Unser Denken hält uns manchmal auf dem falschen Weg, aber manchmal dürfen wir uns den Weg etwas versüßen.

 

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