Mrz 21

6.Tag: Grenzen überschreiten Valenca – Redondela

Ultreia .. Immer weiter, die Schilder am Wegesrand erinnern mich daran. Heute, bin ich der Erste, der das Hostel verlässt. Die Sonne scheint und immerhin muss ich die Uhr hinter dem Fort wieder eine Stunde vorstellen. In Portugal ist es 8h, aber nur 1km weg über der Brücke ist es schon 9h. Die imposante Festung von Valenca liegt noch verschlafen da, während ich meinen Weg durch die Gassen suche.
Heute versuche ich etwas weiter zu kommen. Zum Einen soll das Wetter ab Freitag wieder schlechter werden, zum Anderen habe ich etwas genug von dem pubertierenden Verhalten der deutschen Jungstudenten, die mir die letzten Tage immer wieder über den Weg liefen.
Ab Tui werde ich auf spanisch begrüsst, sehr freundlich, die Galizier. Auch der Himmel, strahlend blau, zeigt sich heute von seiner besten Seite.
Ich geniesse den Tag, laufe mal schneller, mal gemütlicher.
Gegen 13h erreiche ich Porrino, mehr als die Hälfte meiner Tagesetappe. Ich lege eine ausgiebige Pause mit Essen und Mittagsschlaf ein, da meine Beine ziemlich am Ende sind.
Nach über 1h geht es gemächlich weiter, bis der Pilgerzug wieder ins Rollen kommt.
Gegen 18h erreiche ich mein Ziel, Redondela, das waren nun fast 40km, nur noch 85km bis Santiago, keine Studenten mehr in Sicht und ein Bett in einem alten Turm, dazu ein gelungener Sonnentag, was will man mehr.
Motto: Die Freiheit ist überall.

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