Mrz 25

8.Tag In the middle of nowhere

Von Portela Barro zum Kloster Herbon
Die Albergue ist meist zweigeteilt, in die Menschen, die den Kontakt suchen und die, die sich unter der Bettdecke verkriechen, kurz nachdem sie angekommen sind. Der Tag startet mit einem Regenschauer. Da der Hosteliere frisches Obst und Brot zum Frühstück besorgt hat, läßt es sich gut aushalten.
Nachdem die Albergue nun leer geworden ist, mache auch ich mich auf den Weg.
Ich möchte heute zum Kloster Herbon in der Nähe von Padron.
Die Wetteraussichten sagen am Morgen etwas Regen vorraus, dann am späteren Nachmittag heftiger.
Ich hole wie jeden Tag mit meinem Tempo viele Pilger ein und manchmal ergibt sich auch ein Gespräch.
Als ich Calais de Reis erreiche, kommt der erste Schauer. Also schnell ins erste Cafe, dort treffe ich auch schon andere Pilger.
Mit Cafe und Tortilla läßt es sich gut aushalten, bis es wieder trocken ist.
So zieht die Karawane weiter, ich lasse mir Zeit und schau mir noch etwas die Stadt an.
Kurz vor Padron fängt es wieder zu regnen an. Ich entschließe mich trotz der 4km Umweg für das Kloster und werde es nicht bereuen. Jedoch irre ich erst ein wenig im Regen herum, bis ich den Eingang und den Weg finde.
Da der Regen heftig ist, bin ich ziemlich durchnäßt.
Das Kloster sieht von Außen verlassen aus, jedoch es birgt eine tolle Herberge. Man wird hier mit Essen und Trinken verwöhnt, die Dusche ist zwar wegen eines Boilerproblemes kalt, aber die Wäsche wird gleich gewaschen.
Eine lustige deutsche Gruppe hat sich schon eingefunden und Franzesco der Hostellier, tut alles, damit es uns gut geht.
Es wird ein lustiger Abend mit gemeinsamen Mahl , natürlich mit einem Glas Wein, Klosterführung und persönlichem Pilgersegen, was kann da noch schiefgehen.
So schlafe ich perfekt in meinem warmen Schlafsack in der kalten Klosterzelle und lausche dem plätschernden Regen draußen, der bis zum nächsten Morgen anhält. Der Tag beginnt wieder mit einem gemeinsamen Frühstück. Das war bei weitem die beste Herberge.
Motto: Das beste kommt, wenn man nicht damit rechnet oder zum Schluß.

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